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Warum wurden in der Corona-Krise so viele Konserven, Mehl und Zucker gekauft - obwohl die Versorgungssicherheit nie gefährdet war? Offenbar weisen bestimmte Nahrungsmittel über ihren Nährwert hinaus auch kulturelle Werte auf: Essen kann solide wirken und Sicherheit suggerieren - oder zum "Soul Food" werden. Der französische Theoretiker Roland Barthes nannte die Ernährung ein "System der Kommunikation, ein Korpus von Bildern, eine Gebrauchsanordnung, ein System der Situationen und Verhaltensweisen". Für Barthes ist das Essen ein Zeichen, das sich lesen lässt. Der Vortrag erläutert in einem ersten Schritt solche und andere theoretischen Annäherungen an das allgegenwärtige "Kulturthema Essen" (Alois Wierlacher). In einem zweiten Schritt werden wir danach fragen, warum jemand eine bestimmte Speise als "jüdisch" wahrnimmt: Was ist an Pastrami, Bagels und gefillte Fisch jüdisch? Dabei werden wir auf popkulturelle Kontexte, aber auch auf Gegenwartsliteratur eingehen.

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PD Dr. Caspar Battegay ist Lehrbeauftragter am Fachbereich Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft an der Universität Basel. Seit 2015 ist er Mitglied der Jungen Akademie

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Anmeldung möglich Verschwörungstheorien: Charakteristika - Funktionen - Folgen

(Bad Mergentheim, ab Di., 1.12., 19.30 Uhr )

Verschwörungstheorien sind derzeit in aller Munde und scheinbar überall. Doch was macht eigentlich eine Verschwörungstheorie aus, und warum glauben Menschen an sie? Haben Verschwörungstheorien in den letzten Jahren zugenommen, oder sind sie durch das Internet nur sichtbarer geworden? Kehren sie langsam in die Mitte der Gesellschaft zurück? Und warum sind sie unter den Anhängern der neuen populistischen Bewegungen so verbreitet? Ist das gefährlich für unsere Demokratie, und was kann man dagegen tun? Anhand aktueller und historischer Beispiele wird der Vortrag in das Wesen und die Wirkung des konspirationistischen Denkens einführen.

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Michael Butter ist Professor für amerikanischen Literatur- und Kulturgeschichte an der Universität Tübingen. Er hat in Freiburg, Norwich und Yale Anglistik, Germanistik und Geschichte studiert, wurde 2007 in Bonn promoviert und habilitierte sich 2012 in Freiburg. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören neben Verschwörungstheorien die frühe amerikanische Literatur, der Hollywoodfilm und zeitgenössische Fernsehserien. Er koordiniert ein europäisches Netzwerk zur Erforschung von Verschwörungstheorien, an dem über 150 Wissenschaftler*innen aus 36 Ländern und mehr als einem Dutzend Disziplinen beteiligt sind. Im März 2018 erschien in der Edition Suhrkamp "Nichts ist, wie es scheint: Über Verschwörungstheorien".

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Während die Welt immer komplexer wird, ist gleichzeitig - nicht nur in westlichen Gesellschaften - ein Rückgang an Ambiguitätstoleranz festzustellen. Die Fähigkeit, Widersprüche auszuhalten, Ungewissheiten zu ertragen, andere Sichtweisen gelten zu lassen, ist offensichtlich weltweit im Schwinden begriffen. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die Gesellschaft, etwa auf die Akzeptanz von Demokratie, sondern auch auf jene Bereiche der Kultur, die auf Ambiguitätstoleranz angewiesen sind, ja dazu beitragen könnten, Ambiguitätstoleranz in der Gesellschaft zu stärken wie Theater, Kunst und Musik. Auch ein auf möglichst schnelle und effiziente Ausbildung gerichtetes Bildungssystem lässt immer weniger Raum für spielerische Kreativität.

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Thomas Bauer ist Professor für Arabistik und einer der besten Islamwissenschaftler. Er ist von der Deutschen Forschungsgemeinschaft 2013 mit dem renommierten Leibniz-Preis ausgezeichnet worden. Zuletzt ist von ihm bei C.H. Beck das Buch "Warum es kein islamisches Mittelalter gab. Das Erbe der Antike und der Orient" erschienen.

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fast ausgebucht Kalligraphie: Die Unziale Ein Kurs für Anfänger

(Bad Mergentheim, ab Sa., 16.1., 10.00 Uhr )

Die Unziale, eine reine Großbuchstabenschrift aus dem 4. Jahrhundert, ermöglicht einen leichten Einstieg in die Kalligraphie, die Kunst des schönen Schreibens mit einer Feder und Tinte. Mit der Bandzugfeder und bunten Tinten üben wir einige Buchstaben und entwerfen dabei Arbeitsblätter, aus denen wir am Ende eine ganz persönliche Karte oder einen eigenen kleinen Text gestalten. Bitte mitbringen: Bleistift, Radierer, Skizzenblock, Lineal, Schere, Wasserglas und Lappen oder Küchenrolle. Die Materialkosten in Höhe von ca. 10 € für Feder, Tinte, Papier und Karten werden direkt im Kurs abgerechnet.

freie Plätze Improvisationstheater Spielend Wünsche erfüllen!

(Bad Mergentheim, ab Fr., 12.2., 19.00 Uhr )

Improvisationstheater bietet einen faszinierenden Spielraum für alle, die Lust am Ausprobieren haben. Ausgehend von einfachen Bewegungs- und Wahrnehmungsübungen, kombiniert mit Stimme und gestischem Ausdruck, werden Szenen gespielt, die das Leben schreibt oder bitteschön schreiben sollte/hätte schreiben sollen. Je nach dem Prozess in der Gruppe bleiben diese Szenen einmalig oder werden zu einem Theaterstück kombiniert und vielleicht zur Aufführung vor Publikum gebracht! Keine Vorkenntnisse erforderlich, Neugier, Experimentierfreude und die bislang (un-)heimliche Lust, mal ganz anders zu sein, sind gute Voraussetzungen! Die Kursleiterin ist Diplompsychologin und erfahrene Theaterpädagogin.

Bereits laufende bzw. beendete Kurse aus diesem Semester

auf Warteliste Offenes Atelier

(Bad Mergentheim, ab Mi., 21.10., 18.00 Uhr )

Das Offene Atelier versteht sich als Forum für Kunstschaffende aus der Region. Profis als auch Autodidakten treffen sich wöchentlich zum künstlerischen Austausch und gegenseitiger Inspiration.
freie Plätze
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Anmeldung möglich
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